Warze


Warze
War|ze ['varts̮ə], die; -, -n:
kleine, rundliche Wucherung der Haut mit oft stark verhornter, zerklüfteter Oberfläche:
er hat eine Warze an der Hand; sich eine Warze entfernen lassen.
Zus.: Brustwarze.

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Wạr|ze 〈f. 19hornige Wucherung der Haut, besonders an Gesicht u. Händen; Sy Verruca [<mhd. warze <ahd. warza, engl. wart „Warze“ <idg. *(a)ued- „benetzen, befeuchten, fließen“ + *uerd- „Erhöhung“]

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Wạr|ze , die; -, -n [mhd. warze, ahd. warza, eigtl. = erhöhte Stelle]:
1. kleine rundliche Wucherung der Haut mit oft stark verhornter, zerklüfteter Oberfläche:
eine W. am Finger haben;
sich eine W. entfernen, wegätzen, wegmachen lassen.
2. Kurzf. von Brustwarze.

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Warze,
 
Verruca, primär gutartiger, ansteckender, mit vermehrter Hornbildung verbundener Hauttumor, der meist durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (Gattung der Papovaviren) hervorgerufen wird, bei entsprechender Disposition übertragbar ist und durch Selbstinfektion gehäuft auftreten kann. Die gewöhnlichen Warzen (Verrucae vulgares) treten meist bei Jugendlichen oder im mittleren Alter an den Handrücken oder den Fingern in Gestalt derber, halbkugeliger, stecknadelkopfgroßer Knötchen auf, die sich zu Erbsengröße entwickeln können und eine zerklüftete, schmutzig graue Oberfläche annehmen. An den Fußsohlen (v. a. Druckstellen) wachsen sie oft unter einer Schwiele dornartig in die Tiefe (Dornwarze oder Plantarwarze, Verrucae plantares); sie weisen die Form einer weißlich körnigen Masse auf, die von einem Hornring umgeben ist; bei Druck sind sie sehr schmerzhaft. Die flachen Warzen bei Kindern und Jugendlichen (Verrucae planae juveniles) befallen meist sehr zahlreich Handrücken und Stirn und sind weich, rundlich und von glatter oder fein gekörnter Oberfläche. Im Genitalbereich entstehen weiche Papillome oder auch flache Kondylome. Bei Letzteren sind humane Papillomvirustypen mit Krebs bildendem Potenzial zu beachten. Nicht virusbedingt sind die meist erst nach dem 50. Lebensjahr auf seborrhoischen Hautstellen auftretenden Alterswarzen (Verrucae seborrhoicae), die die Form flacher oder leicht erhabener, gelbbrauner bis braunschwarzer, mit krümelig-fettigen Auflagerungen bedeckter Erhebungen aufweisen, im Unterschied zu dem ähnlich aussehenden Melanom jedoch keine bösartigen Tumoren darstellen. - Das verbreitete Auftreten von Warzen (Verrucosis generalisata) über mehrere Jahre weist auf Defekte im Immunsystem hin.
 
Die Behandlung richtet sich nach der Warzenart. Die gewöhnlichen und flachen Warzen können sich spontan zurückbilden oder bei entsprechenden persönlichen Voraussetzungen teils auch durch suggestive Beeinflussung (»Besprechen«) oder homöopatische Mittel zum Verschwinden gebracht werden; Warzenmittel bestehen aus ätzenden, hornhautlösenden Substanzen (z. B. Trichloressigsäure, Salicylsäure), die aufgetupft werden (v. a. bei Dornwarzen mit Schutz der umgebenden Haut durch Pflaster). Hartnäckige Warzen können nach örtlicher Betäubung durch Ausschaben mit einem scharfen Löffel, Abtragen mit der Diathermieschlinge, Anwenden von Laser oder mit flüssiger Luft (Kryotherapie) beseitigt werden. Interferon wirkt unterstützend gegen die Rezidivneigung.
 

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Wạr|ze, die; -, -n [mhd. warze, ahd. warza, eigtl. = erhöhte Stelle]: 1. kleine rundliche Wucherung der Haut mit oft stark verhornter, zerklüfteter Oberfläche: eine W. am Finger haben; sich eine W. entfernen, wegätzen, wegmachen lassen; so wies tatsächlich der vordere Teil seiner Nase auch eine hornartig erhabene W. auf, die die Berechtigung des Namens (= des Spottnamens »Rhinozeros«) vollendete (Th. Mann, Krull 170); Ich zupfte an meiner W., die seit einigen Wochen zwischen Daumen und Zeigfingerwurzel spross (Lentz, Muckefuck 17). 2. kurz für ↑Brustwarze.

Universal-Lexikon. 2012.

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